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Fördermittel für Süd-Nord-Entsendungen beantragen

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen zur Beantragung und Auszahlung der Fördermittel für die Süd-Nord-Komponente. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen im Mittelleitfaden für Entsendungen im weltwärts-Programm.

Einen „Antrag auf Gewährung einer Bundeszuwendung“ für die Aufnahme von Freiwilligen in Deutschland können nur anerkannte weltwärts-Träger stellen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Mindestens 25 Prozent muss die Aufnahmeorganisation über Eigenmittel oder Drittmittel selbst erbringen. Zusätzlich ist die Höhe der BMZ-Förderung pro Kostenposition gedeckelt. Das BMZ übernimmt pro Einsatzmonat maximal 180 Euro für fachlich-pädagogische Begleitung und maximal 500 Euro der Durchführungskosten. Außerdem können die Kosten für die Gesundheitsvorsorge (Impfkosten und Atteste) und die gesetzliche Sozialversicherung der Freiwilligen mit bis zu 200 Euro pro Monat gefördert werden.

Zu den Kosten für die fachlich-pädagogische Begleitung zählen die Kosten für Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsseminare sowie Personalkosten für die Begleitung der Freiwilligen im In- und Ausland.

Unter Durchführungskosten können folgende Kosten abgerechnet werden:

  • Verpflegung
  • Unterkunft
  • Taschengeld (im Bundesfreiwilligendienst liegt die Obergrenze zur Zeit bei 384 Euro monatlich)
  • Reisekosten im In- und Ausland
  • Visa- und Übersetzungsksoten
  • Sprachkurse
  • sächliche Verwaltungsausgaben.

Da die meisten Freiwilligendienste über einen Jahreswechsel hinweg verlaufen, die Haushaltsplanung des Bundes jedoch jährlich verläuft, müssen Sie die beantragte Förderung auf die Haushaltsjahre aufteilen.

Planen Sie zum Beispiel, für Sommer 2017 zehn Freiwillige für jeweils zwölf Monate zu entsenden, müssen Sie dafür bis spätestens zum 30.09.2016 einen Bundesmittelantrag stellen. Darin beantragen Sie zehn Freiwillige und 120 Monate. Anschließend kalkulieren Sie die Kosten und teilen diese auf die Ausgabenpositionen „Fachlich-pädagogische Begleitung“, „Durchführungskosten“ und Gesundheitsvorsorge“ auf. Unter Einnahmen geben Sie die Höhe Ihres möglichen Eigenanteils an. Zur Aufteilung der beantragten Zuwendung des BMZ auf die Haushaltsjahre überlegen Sie bitte genau, welche Kosten wann anfallen werden. Eine spätere Umverteilung ist in der Regel nicht möglich.

Wichtiger Hinweis

Nach Bewilligung des Bundesmittelantrags durch das BMZ erhalten Sie einen Weiterleitungsvertrag von ENGAGEMENT GLOBAL. Diesen senden Sie unterschrieben zurück. Erst nach der Unterzeichnung des Weiterleitungsvertrages dürfen Kosten entstehen.

Keine Kostenrückerstattung durch das BAFzA

Anders als beim Bundesfreiwilligendienst werden die Ausgaben der Einsatzstellen für den Freiwilligendienst nicht durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) rückerstattet. Die Aufnahmeorganisation verpflichtet sich, alle Ausgaben, die der Einsatzstelle laut § 17, Bundesfreiwilligengesetz üblicherweise durch das BAFzA erstattet werden, durch die Zuwendung des BMZ zu decken. Um eine Doppelförderung auszuschließen, müssen die Einsatzstellen dazu schriftlich erklären, dass sie auf die Kostenrückerstattung durch das BAFzA verzichten.

Die Erklärung muss vor Antritt des Dienstes vom Rechtsträger der Einsatzstelle unterzeichnet und spätestens mit dem Verwendungsnachweis eingereicht werden.