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Das Prinzip der Partnerschaft im weltwärts-Programm

Partnerschaftliche Kooperation als Kennzeichen und Ziel

Im weltwärts-Programm arbeiten Akteure und Organisationen aus vielen Ländern zusammen. Ihre Zusammenarbeit basiert auf der Verfolgung gemeinsamer Ziele. Damit das funktioniert, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein: Klarheit über Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, Verlässlichkeit sowie die Reflexion der Positionen und die Bereitschaft, im Austausch zu lernen.

Die Agenda 2030 der Weltgemeinschaft betont, dass globale Probleme nur gemeinsam und unter Einbeziehung aller relevanten gesellschaftlichen Akteure gelöst werden können. Sie setzt sich den Aufbau einer neuen globalen Partnerschaft zum Ziel. Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft machen solche Partnerschaften aus.

Zivilgesellschaftliche Kooperation im weltwärts-Programm

Eine starke zivilgesellschaftliche Kooperation ist ein wichtiger Baustein solcher Partnerschaften. Im weltwärts-Programm arbeiten zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und mehrere Tausend Organisationen in den Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit zusammen.
Die Partnerschaften sind in ihrer Entstehung, ihrer Dauer, ihrer Struktur, der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und ihrer Arbeitsweise sehr vielfältig. Einige Organisationen arbeiten seit Jahrzehnten in den Freiwilligendiensten zusammen. Andere Organisationen haben ihre Partnerschaft z.B. in der Entwicklungszusammenarbeit um die Entsendung und Aufnahme von Freiwilligen erweitert oder beginnen neue Kooperationen.

Der Partnerschaft der Organisationen liegt das Verfolgen gemeinsamer oder sich ergänzender Ziele und Interessen zu Grunde. Es wird davon ausgegangen, dass beide Seiten aus der Partnerschaft einen Nutzen ziehen.

Bedingungen für partnerschaftliche Kooperation

Dem persönlichen Kontakt und der vertrauensvollen Zusammenarbeit kommt in der Partnerschaft eine besondere Bedeutung zu. Für die Umsetzung des weltwärts-Programms bedeutet das:

  • Klarheit über Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen,
  • Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit und Kommunikation,
  • Reflexion der Positionen und Bereitschaft, im Austausch zu lernen.

Im weltwärts-Programm ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zum einen ein Kennzeichen und zum anderen ein Ziel der Akteure. Strukturelle Ungleichheiten, die der Kontext der Entwicklungszusammenarbeit mit sich bringt, sollen dabei nicht ausgeblendet oder negiert, sondern kritisch reflektiert werden. Sie sind Grundlage und Spannungsfeld für das gegenseitige Lernen der Freiwilligen und der Mitarbeitenden in den Organisationen.

Formen der Zusammenarbeit

In den Freiwilligendiensten im Programm findet partnerschaftliche Zusammenarbeit in verschiedenen Formen statt:

  • in der alltäglichen Umsetzung der Freiwilligendienste
  • im Dialog von Partner zu Partner
  • in der Planung von Kooperationen und gemeinsamen Projekten
  • im Austausch über die Programmgestaltung durch Informationsweitergabe und Austausch dazu, z.B. bei Partnerkonferenzen und in Partnernetzwerken

Mittel- und langfristig möchte das weltwärts-Programm über die Kooperation in den Freiwilligendiensten die Partnerschaften zwischen Organisationen in den Partnerländern und in Deutschland stärken.