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Sicherheitshinweise für Einsatzplätze

Standards im weltwärts-Programm

Nicht jedes Land und jede Region ist für einen Freiwilligendienst geeignet. Welche Sicherheitshinweise für Einsatzplätze bei weltwärts gelten, können Sie hier nachlesen.

Neben den Reisewarnungen, die automatisch zur Sperrung eines Landes für weltwärts führen, erhält die Koordinierungsstelle weltwärts auch Sicherheitseinschätzungen, die über eine Reisewarnung hinausgehen und zur Sperrung eines Landes oder einer bestimmter Region führen können. Die Entsendeorganisationen sind mit der Umsetzung des Programms betraut und somit auch für die Sicherheit der Freiwilligen verantwortlich. Sie haben zu gewährleisten, dass die Freiwilligen nicht in Länder, Regionen oder Provinzen entsandt werden, für die eine Reisewarnung, oder eine darüber hinausgehende Sperrung, ausgesprochen wurde.

Den Entsendeorganisationen und Freiwilligen wird empfohlen, sich kontinuierlich über die jeweilige Sicherheitslage vor Ort kundig zu machen und ggf. länderspezifische Informationen direkt bei der zuständigen Auslandsvertretung einzuholen. Die Sicherheitslage kann sich jederzeit ändern. Auch wenn ein Platz anerkannt ist bzw. Freiwillige ausgereist sind, kann das Auswärtige Amt zu der Entscheidung kommen, bevorstehende Ausreisen auszusetzen oder schon ausgereiste Freiwillige zurückkommen zu lassen.
Neben den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes, welche die Entsendeorganisation regelmäßig konsultieren müssen, gibt es länderspezifische Sicherheitshinweise, die bei der Registrierung und Besetzung von Einsatzplätzen zu beachten sind:

Aserbeidschan

Aus Sicherheitsgründen sind die Einsatzorte für weltwärts-Freiwillige auf die Hauptstadt Baku begrenzt.

Äthiopien

Aufgrund der Visaschwierigkeiten sind Entsendungen in der Regel nur noch an staatliche Einsatzstellen möglich. Aus Sicherheitsgründen sind die Einsatzorte auf die Hauptstadt Addis Abeba und Umgebung sowie auf die Provinzen Amhara, Awasa und Tigray beschränkt. In Tigray sollten Aufenthalte in unmittelbarer Nähe zur eritreischen Grenze vermieden werden. Die Sicherheitseinschränkungen gelten auch für private Reisen von Freiwilligen.

Georgien

Das Auswärtige Amt hat vor Reisen in die Konfliktgebiete um die Verwaltungsgrenzen zu Abchasien und Südossetien sowie in deren unmittelbare Nähe gewarnt. Weltwärts-Einsatzplätze können daher nur außerhalb dieser Gebiete eingerichtet werden. Aus Sicherheitsgründen bitten wir dringend darum, diese Gebiete auch bei Reisen im Land zu meiden.

Indien

Die Region Jharkhand ist für weltwärts gesperrt.

Vor der Beantragung neuer Einsatzplätze in den Landesteilen Kashmir und Ladakh ist die Einschätzung der Deutschen Botschaft einzuholen.

Es hat in den letzten Monaten wiederholt Übergriffe gegen Frauen in Indien gegeben. Das Auswärtige Amt weist inzwischen auf dieses Risiko in seinen Sicherheitshinweisen gezielt hin. Die Entsendeorganisationen werden daher gebeten, die für die weltwärts-Freiwilligen geltenden Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen, ggf. zu überdenken und anzupassen. Insbesondere Frauen müssen für die Problematik gewaltsamer, sexueller Übergriffe sensibilisiert werden. Auch wird empfohlen, dieses Thema bei der Vorbereitung der Freiwilligen besonders zu behandeln.

Indonesien

Aufgrund von Visaeinschränkungen sind Entsendungen nach Indonesien nur in Ausnahmefällen möglich. Für Entsendeorganisationen und Freiwillige gilt zu beachten, dass das Kultur- und Sozial-Visum nach Prüfung durch indonesische Behörden für weltwärts nicht in Frage kommt.

Kamerun

Derzeit sind die folgenden Gebiete für weltwärts-Einsatzplätze gesperrt: die Region "Extrême-Nord" (inklusive Tschadsee), das Grenzgebiet zu der Zentralafrikanischen Republik, die Halbinsel Bakassi und Umgebung sowie die Grenzgebiete zu Nigeria und Tschad (jeweils auf der gesamten Länge der Grenzen).

Kenia

Aus Sicherheitsgründen sind die Stadt- und Slumgebiete von Nairobi und Mombasa sowie die Counties an der Küste Lamu County, Kilifi County, und Kwale County für weltwärts-Entsendungen gesperrt. Einsätze in den Stadträndern von Nairobi (wie beispielsweise Karen, Ngong, Ongata Rongai, Gathaga, Kiambu, Limuru, Thika) können aus Sicherheitserwägungen nur vorgenommen werden, wenn gemeinsam mit der Partnerorganisationen sichergestellt werden kann, dass die Freiwilligen nicht auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb des Stadtgebietes von Nairobi angewiesen sind. Dies betrifft auch jede private Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch die Freiwilligen.

Kosovo

weltwärts ist im Kosovo aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt möglich. Für Einsatzplätze im Kosovo wird durch das Auswärtige Amt eine Einzelfallprüfung vorgenommen.

Libanon

weltwärts-Entsendungen in den Libanon sind nur im Einzelfall und außerhalb des Teilreisewarnungsgebiets des Auswärtigen Amtes möglich. Bitte nehmen Sie eine Abstimmung mit der Koordinierungsstelle weltwärts vor.

Mexiko

Ein Freiwilligendienst ist in den Regionen Baja California Sur, Campeche, Guanajuato, Hidalgo, Mexiko-Stadt, Querétaro, Quintana Roo, Tlaxcala und Yucatán möglich.
Für folgende Bundesstaaten kann ein Einsatz nur im Einzugsbereich der Bundesstaatshauptstadt und den in Klammern genannten Orten stattfinden: Aguascalientes, Chiapas (auch San Cristóbal de las Casas), Colima, Estado de México, Jalisco, Nayarit, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, San Luis Potosí, Tabasco, Veracruz (auch Stadt Veracruz), Zacatecas.

Bitte beachten Sie auch, dass die Erwähnung eines Bundesstaates auf dieser Positivliste nicht bedeutet, dass jeder Einsatzort in diesem Bundesstaat als sicher gelten kann. Die Sicherheitslage in Mexiko ist volatil. Bei Fragen bezüglich der Sicherheitslage nehmen Sie bitte im Vorfeld Kontakt zur Landesansprechperson auf.

Bitte sorgen Sie für eine enge Anbindung an eine Ansprechperson des lokalen Trägers für Sicherheitsfragen, mit eingehender Einweisung in alle etwaigen lokalen Sicherheitsrisiken (wie Einbruchsrisiko in der Wohnung, no-go-areas in der Stadt und auch in der Region, Risiken in der Freizeit und im Nachtleben, bei der Bargeldbeschaffung an Automaten) gleich zu Beginn des Aufenthalts.

Mosambik

In die Provinzen Tete, Manica und Sofala sind keine Entsendungen möglich.
Bei geplanten Einsätzen in den Provinzen Zambezia, Nampula und Niassa sowie im Norden/Hinterland von Inhambane (Distrikte Govuro, Inhassouro, Mabote, Funhalouro) müssen Entsendeorganisationen frühzeitig die Einschätzung der Botschaft einholen.

Keine Einschränkungen gelten für Einsatzplätze in folgenden Provinzen: Maputo Stadt, Maputo Provinz, Gaza, Cabo Delgado, der Süden/Küste von Inhambane (Distrikte Zavala, Jangamo, Panda, Homoine, Massinga, Vilankulo, Morrumbene, Stadt Inhambane).

Nicaragua

Bei der Registrierung von Einsatzplätzen in den Regionen Región Autónoma del Atlántico Norte, Región Autónoma del Atlántico Sur und Departamiento Jinotega (außer Stadtgebiet Jinotega), wird eine Einzelfallprüfung durch das Auswärtige Amt vorgenommen.

Palästinensische Gebiete

weltwärts ist in den Palästinensischen Gebieten aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt möglich. Für Einsatzplätze in den Palästinensischen Gebieten wird durch das Auswärtige Amt eine Einzelfallprüfung vorgenommen.

Philippinen

Folgende Regionen sind für weltwärts gesperrt:

  • Mindanao
  • Zamboanga Peninsula (Region IX),
  • Soccsksargen (Region XII),
  • Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan),
  • Sulu-See,
  • Palawan.

Senegal

Eine Entsendung ist nach positiver Einzelfallprüfung durch das Auswärtige Amt möglich. Lediglich die Region Casamance ist komplett gesperrt.

Tunesien

Bitte halten Sie vor einer Entsendung nach Tunesien Rücksprache mit der Koordinierungsstelle weltwärts.

Türkei

Bitte halten Sie vor einer Entsendung in die Türkei Rücksprache mit der Koordinierungsstelle weltwärts.

Ukraine

Derzeit sind keine weltwärts-Ausreisen auf die Halbinsel Krim und die Ost- und Südukraine möglich.

Uruguay

Bei Einsätzen in sozialen Brennpunkten bitten wir, auf besonders sorgfältige Auswahl der lokalen Partnerorganisation zu achten. Insbesondere ist auch die Sicherheit der von der Entsende- oder Partnerorganisation zur Verfügung gestellten Unterkunft im Vorfeld zu klären. In Zweifelsfällen sollte die Botschaft im Vorfeld einbezogen werden.

Gesperrte Länder

In folgende Länder ist eine Entsendung derzeit nicht möglich:

  • Nordafrika: Ägypten, Algerien, Libyen, Sudan
  • West- und Zentralafrika: Burkina Faso, Guinea, DR Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Tschad, Zentralafrikanische Republik
  • Ostafrika: Burundi, Madagaskar, Simbabwe, Somalia
  • Naher Osten: Irak, Jemen, Syrien
  • Mittelamerika: Haiti, Honduras, El Salvador, Guatemala
  • Südamerika: Venezuela
  • Südasien: Afghanistan, Bangladesch, Pakistan, Sri Lanka
  • Ozeanien: Papua Neuguinea