Internetpräsenz weltwärts

Was erwartet mich?

Leben und Arbeiten im Partnerland

Freiwillige knüpft mit zwei Frauen

Nach Ankunft in Deinem Einsatzland findet eine Phase der Einführung und persönlichen Orientierung statt, in der Du mit Deiner Unterkunft, dem lokalen Umfeld, landestypischen Gegebenheiten, Sicherheitsaspekten und weiteren Regeln vertraut gemacht wirst. Oft werden auch Visa - und Meldeangelegenheiten geklärt. Meist lernst Du in dieser Zeit schon die Ansprechpersonen vor Ort oder Deine Aufnahmeorganisation kennen.

Während des Auslandsdienstes stehen das gemeinsame Arbeiten, das alltägliche Voneinander-Lernen und der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Dabei wird von Dir ein hohes Maß an Selbständigkeit und Flexibilität erwartet. Vieles wird nicht so klappen, wie Du Dir das vorgestellt hast. Bring Geduld mit und versuche zu verstehen, warum die Dinge anders sind.

Ein Arbeitsplan wird erstellt

Es ist üblich, dass Freiwillige zunächst die Kollegen und Kolleginnen im Projekt begleiten, bevor sie eigene Aufgaben zugewiesen bekommen. Meist wird der Arbeitsplan erst nach einiger Zeit erstellt. Dabei kann es vorkommen, dass die Aufgaben anders ausfallen, als Du erwartest hast. Oft berücksichtigen die Aufnahmeorganisationen auch die Erfahrungen und Interessen der Freiwilligen bei der konkreten Planung. Manchmal überschneidet sich die Einsatzzeit mit der des Vorgängers oder der Vorgängerin bis zu einem Monat, so dass die Aufgaben direkt übergeben werden können.

Arbeitszeit und Urlaub

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 40 Stunden und richtet sich nach den Anforderungen im Projekt. In einigen Ländern arbeitet man an sechs Tagen in der Woche. Einige Projekte machen einen Einsatz an den Wochenenden oder abends erforderlich. Dein Urlaubsanspruch richtet sich ebenfalls nach den landestypischen Gegebenheiten, beträgt jedoch mindestens 20 Tage pro Jahr.

Unterkunft und Verpflegung

Regen tropft vom Dach

Während des Einsatzes erhältst Du von Deiner Entsendeorganisation ein Taschengeld. Außerdem wird Dir eine landestypische, kostenlose Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Dabei kann es sich um ein Zimmer bei einer Gastfamilie, ein eigenes Zimmer oder eine Wohnung mit anderen Freiwilligen handeln. Wenn Du in einem Kinderheim oder an einer Universität arbeitest, wirst Du häufig auch in der Einrichtung selbst untergebracht. Die Ausstattung der Unterkünfte ist meist einfach, mit fließendem Wasser und unterbrechungsfreier Stromversorgung kann nicht immer gerechnet werden. Auch die hygienischen Bedingungen entsprechen nicht unbedingt dem, was Du gewohnt bist. In vielen Regionen musst Du Deine Ernährung anpassen, da gewohnte Produkte nicht oder nur sehr teuer zur Verfügung stehen. Gerade bei einer vegetarischen Ernährungsweise kann das manchmal schwierig werden.

Betreuung während des Einsatzes

Neben der fachlichen Einarbeitung und Betreuung stellt der Projektpartner Dir einen Mentor oder eine Mentorin zur Verfügung. Diese Person ist in der Regel nicht im gleichen Projekt tätig ist. Sie holt Dich vom Flughafen oder Bahnhof ab, macht Dich mit dem neuen Umfeld, der Unterkunft und dem Arbeitsplatz vertraut.

Außerdem kannst Du Dich an Deine Entsendeorganisation wenden. Die Entsendeorganisation bietet während Deines Einsatzes begleitende Seminare an. Diese helfen Dir dabei, das Erlebte zu reflektieren und aufgetretene Probleme zu meistern. Bei Krisen und in Notfällen stellt sie auch den Kontakt zur Familie in Deutschland her.

Freiwilligenberichte

Alle drei Monate wird von Dir ein Bericht erwartet, in dem Du Deine Erfahrungen im Projekt, aber auch im Alltag zusammenfasst. Die Berichte geben Deiner Entsendeorganisation Auskunft über Fortschritte und Probleme während des Einsatzes und werden an die Koordinierungsstelle weltwärts weitergeleitet. Der Abschlussbericht ist in einer lokal gebräuchlichen Sprache auch der Aufnahmeorganisation auszuhändigen.

Außerdem erwarten wir von Dir, dass Du an der Freiwwilligenbefragung teilnimmst. Der Link zu dieser Online-Befragung wird Dir zugesandt, nachdem Du am Rückkehrseminar teilgenommen hast.