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Was kann gefördert werden?

Drei Projektarten sind förderfähig

Über die Förderlinie kann nicht nur der Jugendaustausch gefördert werden. Auch Maßnahmen zur Qualifizierung von Trägern und innovative Modellprojekte der internationalen Jugendarbeit stehen im Blickpunkt der Förderlinie.

Jugendaustauschprojekte

Das Bild zeigt zwei Mädchen, die sich im Schneidersitz gegenüber sitzen. Im Hintergrund sitzen sich zwei weitere diskutierende Mädchen vor einem schwarzen Vorhang gegenüber.
Deutsch-Südafrikanischer Jugendaustausch. Foto: Gerhard Lück

Gefördert werden können gemeinsame Projekte von und für junge Menschen in Deutschland und Ländern des Südens. Die Gruppen arbeiten über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren im Austausch an einem gemeinsamen Thema oder einem gemeinsamen Projekt. In diesem Zeitraum finden eine Hin- und eine Rückbegegnung der Jugendgruppen in Deutschland sowie im Partnerland statt. Die persönlichen Begegnungen sind in Phasen der Vor- und Nachbereitung eingebettet, während derer der Austausch über andere Kanäle erfolgt.

So können beispielsweise Pfadfinder gemeinsame Aktionen zur Umweltbildung durchführen, Chorgruppen ein gemeinsames Konzert für Menschenrechte ausrichten oder Sportgruppen im Norden und Süden gemeinsam an einem Projekt zur Gesundheitsförderung arbeiten.

Voraussetzungen

  • Die Teilnehmenden sind zwischen 16 und 30 Jahre alt
  • Die Teilnehmenden haben ihren dauerhaften Aufenthalt in Deutschland bzw. den teilnehmenden Partnerländern
  • Die Hin- und Rückbegegnung ist auf eine Gruppe von mindestens fünf und maximal zehn Personen je Land zuzüglich der Gruppenleitungen begrenzt. An den anderen Projektphasen, also bei der Vor- und Nachbereitung, können sich mehr Personen beteiligen
  • Die Begegnungen im jeweiligen Gastland dauern jeweils mindestens 14 und maximal 30 Tage

Ausnahmen in Bezug auf Alter und Gruppengröße sind jeweils gesondert zu begründen.

Jugendaustauschprojekte sollen persönliche Begegnungen ermöglichen, einen Einblick in die Lebenswelten des Gastlandes ermöglichen und Lernprozesse anstoßen. Die Teilnehmenden erwerben dabei Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, als Global Citizens über die Grenzen des eigenen Landes hinaus zu denken und aktiv für Veränderungen im globalen Miteinander einzutreten. Die Gruppen werden gestärkt.

Begleitprojekte

Gefördert werden können Maßnahmen, die darauf zielen, Strukturen und Akteure zu stärken und die Qualität der Jugendaustauschprojekte zu steigern. So kann beispielsweise der Austausch und die Vernetzung der ehren- oder hauptamtlichen Mitarbeitenden der Projektpartner gefördert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Qualitätsverbesserung sowie die Vor- oder Nachbereitung von Jugendaustauschprojekten. Für den Austausch von Mitarbeitenden oder Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gilt als einzige Beschränkung eine Mindestdauer von fünf Begegnungstagen.

Auch die Steigerung des öffentlichen Interesses an Begegnungsprojekten und insbesondere Maßnahmen zur Erschließung neuer Zielgruppen sind förderfähig. Darüber hinaus können die Erstellung von Materialien, Methoden und Konzepten zur Weiterentwicklung des entwicklungspolitisch ausgerichteten internationalen Jugendaustausches gefördert werden.

Modellprojekte

Unter dieser Projektart sind Projekte mit innovativem Charakter förderfähig, die von besonderer Relevanz für die entwicklungspolitisch ausgerichtete internationale Jugendarbeit sind und auf andere Organisationen übertragen werden können. Für diese Projektart gelten keine Beschränkungen in Bezug auf Alter oder Gruppengröße.