Internetpräsenz weltwärts

Wie funktioniert es?

Bewerbung, Auswahl und Vorbereitung

weltwärts wird von rund 180 Entsendeorganisationen durchgeführt. Wenn Du Dich für einen Freiwilligendienst interessierst, musst Du Dich direkt bei einer dieser Organisationen bewerben. Wir erklären Dir, was Du dabei beachten musst.

Die Entsendeorganisationen stellen gemeinsam mit den Aufnahmeorganisationen im Partnerland Einsatzplätze für Freiwillige zur Verfügung. Die Entsendeorganisation führt die Auswahlgespräche durch und bereitet Dich auf Deinen Auslandseinsatz vor. Sie steht bei Fragen und Problemen zur Verfügung und ist für das pädagogische Programm und die Projektverwaltung zuständig. Die Aufnahmeorganisation integriert die Freiwilligen in ihrer Organisation oder einem ihrer Projekte. Sie leitet Dich bei Deinen Tätigkeiten an und hilft auch bei anderen Fragen.

Ein weltwärts-Einsatz ist nur bei anerkannten Entsendeorganisationen und auf anerkannten Einsatzplätzen möglich. Du kannst Dir also nicht selbst eine Aufgabe suchen und für diese eine Unterstützung von weltwärts beantragen.

Gezielt bewerben

Mann tippt am Computer

Wenn Du weltwärts gehen möchtest, kannst Du Dir eine oder mehrere anerkannte Entsendeorganisationen aussuchen und möglichst frühzeitig Deine Bewerbung an sie richten. Die verschiedenen Entsende -
organisationen haben ihre eigenen Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie unterschiedliche Bewerbungsfristen. Die Mehrheit entsendet im Sommer und nimmt Bewerbungen im Vorjahr entgegen. Du solltest Dich also bereits knapp ein Jahr vor dem geplanten Freiwilligendienst über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und gezielt bewerben.

Die Entsendeorganisation solltest Du nach ihrem Profil, den angebotenen Einsatzplätzen und Einsatzländern aussuchen, in denen Du Dir Deinen Freiwilligendienst vorstellen kannst.

Wichtiger Hinweis

Ein Freiwilligendienst ist eine große Herausforderung. Als Freiwillige oder Freiwilliger bist Du – vielleicht zum ersten Mal – für längere Zeit alleine in einem anderen Land, musst Dich in einer fremden Sprache zurechtfinden und an eine fremde Kultur anpassen. Von Dir wird erwartet, dass Du Dich voll für Dein Projekt einsetzt und nach der Rückkehr engagierst. Vor einer Bewerbung solltest Du Dich daher mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Warum möchte ich einen Freiwilligendienst nicht in Deutschland, sondern in Afrika, Lateinamerika, Asien, Osteuropa oder Ozeanien machen?
  • Welche persönlichen Gründe habe ich für einen weltwärts-Einsatz?
  • Was erwarte ich von meinem Projekt, in welchem Bereich würde ich gerne arbeiten? Welche Erwartungen habe ich an meinen Einsatzort? Was erwarte ich von meinem Projekt, in welchem Bereich würde ich gerne arbeiten? Welche Erwartungen habe ich an meinen Einsatzort?
  • Bin ich bereit, meine Ansprüche herabzusetzen und unter einfacheren Bedingungen zu leben?
  • Was möchte ich im Partnerland und nach meiner Rückkehr erreichen?

Auswahl

Nach Eingang der Bewerbungen entscheidet die Entsendeorganisation, wer zu einem Auswahlverfahren eingeladen wird. Dabei wird geprüft, inwieweit Deine Fähigkeiten mit den Anforderungen des Programms übereinstimmen. Neben den Sprachkenntnissen werden die Motivation und die bisherigen Erfahrungen berücksichtigt. Nach erfolgreicher Auswahl wird Dir ein Einsatzplatz angeboten, dabei kannst Du in der Regel auch Deine eigenen Wünsche einbringen. Manchmal erfolgt die Bewerbung direkt auf einen bestimmten Einsatzplatz. Die Entsendeorganisation schließt einen Vertrag mit Dir, der Einzelheiten Deines Einsatzes regelt.

Vorbereitungsseminare

Junge Menschen in einem Seminar

Damit der Freiwilligendienst gelingt, ist eine gute Vorbereitung notwendig. Die Entsendeorganisationen führen Vorbereitungsseminare von mindestens zwölf Tagen (davon mindestens sieben Tage in Deutschland) durch. Darüber hinaus ist eine Einführung im Partnerland von mindestens fünf Tagen vorgesehen. Dabei werden Themen wie interkulturelles Lernen, interkulturelle Kommunikation, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Länderkunde behandelt.

Die Seminare vermitteln den Freiwilligen ein realistisches Bild von den zu erwartenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sie machen deutlich, wie wichtig es ist, sich anderen Menschen behutsam und mit Respekt zu öffnen. Hast Du Kindersoldaten, AIDS oder Sonnenuntergänge in der Savanne vor Augen, wenn Du an afrikanische Länder denkst? Oder umfasst Dein Bild auch Städtewachstum, erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen und mobile Kommunikation? Die Seminare sensibilisieren für einen vorurteilsfreien Umgang mit anderen Kulturen, vermitteln Dir aktuelle politische Informationen zu Deinem Gastland und regen dazu an, das Partnerland wertefrei in all seiner Vielfältigkeit wahrzunehmen. Sie führen in entwicklungspolitische Fragestellungen ein. Außerdem geben Sie Tipps und Antworten auf Deine praktischen Fragen.

Eigene Vorbereitung

Sobald Du weißt, wohin die Reise geht, solltest Du Dich aber auch selbst auf Deinen Einsatz und den neuen Lebensort vorbereiten. Erfahrungen anderer Freiwilliger können Dir dabei helfen. Darüber hinaus musst Du bis zur Ausreise viele Aufgaben in eigener Verantwortung erledigen. Die Entsendeorganisationen helfen dabei:

  • Visum: Sobald der Ausreisetermin bekannt ist, solltest Du ein Visum oder einen Aufenthaltstitel beantragen. Denk daran, dass die Ausstellung längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Gebühren musst Du selbst tragen. In einigen Ländern erfolgt die Einreise mit einem Einreise- oder Touristenvisum, da der Aufenthaltstitel erst vor Ort beantragt werden kann. Eine Fortführung des Aufenthalts mit dem Einreise- oder Touristenvisum ist nicht gestattet.
  • Impfungen: Für jedes Land gibt es Impfempfehlungen und -vorschriften. Du solltest Dich bei der Entsendeorganisation oder beim Hausarzt über die notwendigen Impfungen informieren. Um einen zuverlässig wirksamen Impfschutz zu erreichen, müssen verschiedene Impfungen in bestimmten zeitlichen Abständen wiederholt werden. Also, frühzeitig zum Arzt gehen!
  • Sprache: Bis zur Ausreise solltest Du Deine Sprachkenntnisse auffrischen. Viele Entsendeorganisationen übernehmen nach Absprache die dafür anfallenden Kosten.